Großer Marktplatz

  • Es war ruhig in Lasendra, als der schläfrige Krak aus der Tür stolperte. Hätte ich es ihr doch nicht versprochen. Krak schlurfte in Richtung des warmen, stinkenden Stalls und trat dem am Eingang eingeschlafenen Stalljungen gegen das Bein, „Junge, Wach auf! Komm schon ich muss los!“
    Der Junge räkelte sich und schaute Krak mit einem verwirrten Blick, durch seine halb offenen Augen, an. „Hier.“, Krak warf dem Jungen 20 Heller hin, „Wenn du mein Pferd in zehn Minuten vor meinen Karren gespannt hast, bekommst du nochmal 20.“
    Der Junge kümmerte sich gar nicht um die Heller, um keine Zeit zu verlieren, und stand sofort auf. Krak stellte sich neben den Stall und begann in das Gras zu pissen. Da es noch sehr kühl draußen war, stieg Dampf auf an der Stelle wo Krak den kalten Boden traf. Er sah sich um, doch bis auf einen verfilzten streunenden Hund, der kurz anhielt und Krak beim Pissen anstarrte, sah er keine weitere Seele die zu dieser Stunde auf den Straßen von Lasendra unterwegs war. „Junge ich hoffe du bist schnell.“ Ein Gähnen folgte diesen Worten. Viel zu früh, Leona ist echt grausam mich so früh zurück zu erwarten.


    Die ersten Hufe klapperten, als Krak fertig wurde. „Na Junge wie weit bist du?“ Er schaute in den Stall und war überrascht. „Du bist ein ganz schneller was?“, er warf dem Jungen wie versprochen weitere 20 Heller hin und setzte sich auf den Karren. Nun begann der Stalljunge die Münzen mühsam vom mit Stroh bedeckten Boden aufzusammeln.
    Die Zügel peitschten und das Pferd begann sich zu bewegen. Der Karren war voller Waren für das Gasthaus welches Krak gehörte. „Zum Fuchsbau“ hieß es und war Segen und Fluch zugleich für Krak. Der Karren rumpelte nun über die holprigen Straßen, Ziel war Kegra, die Stadt in den Ewigen Sanden.

    Krak nach Kegra, Gasthaus „Zum Fuchsbau“

    I am not what I think I am. I am not what you think I am. I am what I think you think I am.” - Charles Horton Cooley

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